🔦 LASER
Vektordatei für Lasergravur
Dein Laser ist nur so gut wie die Datei, die du ihm gibst: Offene Konturen, doppelte Pfade und ruckelige Mikrosegmente sieht man später im Material. Vektoria bereitet Bilder, Logos und Schriften als saubere Vektordateien für Gravur und Schnitt auf – direkt im Browser, ohne Upload.
Was Lasersoftware von deiner Datei erwartet
Ob LightBurn, Ruby oder die Herstellersoftware: Sie alle unterscheiden zwischen Flächen zum Gravieren und Linien zum Schneiden – und beides braucht geschlossene, eindeutige Pfade. Ein Pixelbild kann der Laser bestenfalls rastern; für Konturschnitte und flächige Gravuren führt an echten Vektoren kein Weg vorbei.
Fotos musst du vorher bewusst auf Schwarz-Weiß-Formen reduzieren. Der Tracer nimmt dir die Trennung ab, aber die Entscheidung, welche Bereiche graviert werden und welche wegfallen, triffst du an den Reglern.
Schritt für Schritt
- Motiv laden und mit Schwarzanteil, Kontrast und Helligkeit sauber vom Hintergrund trennen.
- Störpartikel entfernen – jeder vergessene Punkt bedeutet später eine sinnlose Laserfahrt quer übers Werkstück.
- In der Vektoransicht prüfen, ob Außen- und Innenkonturen geschlossen sind; offene Stellen fallen sonst erst am Material auf.
- Bézier moderat vereinfachen, damit keine ruckeligen Mikrosegmente entstehen, an denen der Laserkopf stottert.
- Kanten glätten nur gegen echte Rastertreppen einsetzen, nicht gegen gewollte Ecken.
- Als SVG oder DXF exportieren und in der Lasersoftware die Operationen zuweisen: Gravur auf Flächen, Schnitt auf Konturen.
Empfohlene Einstellungen
Für Gravuren mit feinen Details lohnt der Konturmodus Subpixel, für einfache Schnittkonturen reicht Fein. Wichtiger als jeder Einzelwert ist die Kontrolle bei starker Vergrößerung: Was du dort an Zacken oder Lücken siehst, brennt der Laser exakt so ins Material. Leistung, Geschwindigkeit und Durchgänge stellst du erst in der Lasersoftware ein.
Häufige Fragen
Legt Vektoria auch Laserparameter wie Leistung und Geschwindigkeit fest?
Nein – Vektoria liefert ausschließlich die Form. Leistung, Geschwindigkeit, Durchgänge und Materialeinstellungen gehören in deine Lasersoftware, weil sie von Maschine und Werkstoff abhängen.
Warum fährt der Laser dieselbe Linie mehrfach ab?
Meist liegen doppelte Objekte oder importbedingt gedoppelte Pfade übereinander. Prüfe die Datei in der Lasersoftware im Drahtgittermodus und lösche Duplikate – oder entferne sie schon vor dem Export mit dem Lasso.
SVG oder DXF – was soll ich nehmen?
SVG bewahrt Flächen, Innenräume und Kurven kompakt und ist in modernen Programmen wie LightBurn meist der komfortablere Weg. DXF ist die robuste Konturübergabe für CAD-Umgebungen und ältere Laserprogramme – im Zweifel exportierst du beides.
Kann ich ein Foto direkt gravieren lassen?
Fotogravur im Graustufenraster ist ein Job für die Lasersoftware selbst. Vektoria spielt seine Stärke aus, wenn du aus dem Foto eine klare Schwarz-Weiß-Grafik machen willst – etwa eine Silhouette oder ein Linienmotiv mit sauberen Vektorkanten.